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03.09.2020

Ratssitzung 2.9.2020


Auf Antrag und Wunsch der GfB (Gemeinsam für Baltrum) fand am Mittwochabend in der Turnhalle / im Haus des Gastes eine Ratssitzung statt. Es waren fast alle per Anmeldung vergebenen Zuschauerplätze besetzt, und von den 28 Anwesenden waren es besonders viele junge Leute, die sich vermutlich für den Tagesordnungspunkt "Weideverein" interessiert haben. Allein, dieser wurde in den nicht öffentlichen Teil der Sitzung verlegt, da es "ja um Personen geht".

 

Der Punkt "Deichvorlandverordnung"  – es waren bei dieser Tagesordnung alle Punkte dieserart aufgeführt, sodass das Publikum raten konnte, was sich dahinter verbarg – "Deichvorlandverordnung" wurde nicht beanstandet, auch wenn es in dasselbe Thema eingreifen dürfte. Ab 15. September beginnt die Sturmflutsaison, führte Ratsvorsitzender Jann Bengen (CDU) aus, das bedeute, dass alle aufschwimmbaren Güter und Gegenstände aus dem Hafenbereich weggeräumt werden müssten. Es liegen allerdings die Müllumschlagstation des Landkreises Aurich, der Baltrumer Bootsclub, die Spedition Lüppen und die Reederei Baltrum-Linie in diesem Bereich, die Wippen für die Gäste am Hafen nicht zu vergessen. Und das Grundstück der Familie Munier, die im vergangenen Jahr von Juist nach Baltrum übergesiedelt ist samt Pferden und Wagen und Gerätschaften, die auf ihrem Grundstück im Hafenbereich nun lagern, zumindest, bis für die Tiere eine andere Lösung gefunden wird. Es hätte eine Anzeige gegeben, doch könnte es nicht sein, dass es nur ein! Opfer gäbe, so Bengen, zumal das Grundstück höher als alle anderen drumherum liege. Ausnahmegenehmigungen im Deichvorland seien durchaus vorgesehen, zudem gebe es ein Räumungskonzept und einen Alarmplan im Sturmflutfall.

Ein klärendes Gespräch der Verwaltung mit dem Landkreis Aurich habe bis dato nicht stattgefunden. Mit Nachdruck soll ein Termin gefunden werden, das Dilemma müsste sehr deutlich mit dem Landkreis kommuniziert werden. Sonst könnte es weitere Probleme nach sich ziehen, dann könnten nicht alle anderen weiter wirtschaften wie bisher. Vertreter oder Vertreterinnen der Fraktionen mögen an diesem Gespräch teilnehmen, wünschte der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Harm Olchers.

 

TOP "Parkplätze Neßmersiel": Die Kuh sei vom Eis, freute sich Jann Bengen, 35 Stellplätze für die Firma Assing inklusive Shuttledienst seien gesichert und die ganzjährige Bewirtschaftung der Parkplätze hinter dem Deich. Man müsse es sich das Merkbuch schreiben, in zehn Jahren die Parkplätze inner- und außerdeichs zusammen auszuschreiben! Der Tagesordnungspunkt war letzten Dienstag auf Wunsch der GfB aufgenommen worden. Die Einladung erfolgte am vergangenen Mittwoch, am Freitag hatte erst das klärende und zunächst erfolgreiche Gespräch mit dem Landkreis stattgefunden. Im Nachgang bei der Bürgerfragestunde wurden nämlich wieder Bedenken laut, ob denn alles tatsächlich so funktioniere wie gedacht. Es scheine weiterhin Unstimmigkeiten zu geben. Der Gemeinderat wolle sich erkundigen, ob es reibungslos klappe.

 

Der Tagesordnungspunkt "Tagestourismus" behandelte die von Keya Hinricchs gestartete Petition zur Begrenzung des Tagestourismus, die wie berichtet und aus bekannten Gründen keine Konsequenzen nach sich gezogen hat. Es seien besondere Ereignisse herausgegriffen worden, es sei ja nicht jeden Tag so gewesen. In der Coronazeit würden die vielen Gäste schnell als Bedrohung angesehen. Es waren zuvor seitens der Verwaltung Zahlen vorgelegt worden, nach denen der Tagestourismus im Vergleich Juni+Juli zum Vorjahr um 40% niedriger liege. In Zahlen: 18.740 in 2019 gegenüber 11.654 in 2020. Unerwähnt dabei blieb, dass der Landkreis den Tagestourismus erst in der letzten Juniwoche für seine Ostfriesischen Inseln wieder freigegeben hatte, auf Norderney sogar erst Anfang Juli. 


 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Foto: Hinrichs