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12.09.2020

Baltrums Herbstfarben


Baltrumer Farben im Herbst

 

Die Farbenpracht der Früchte von Bäumen und Sträuchern, die auf der Insel wachsen, ist erstaunlich. Für den Festlandbewohner sind sie nicht unbedingt etwas Besonderes, doch im Urlaub wird alles ein wenig anders betrachtet. Bei unbekannten Früchten oder  Beeren wird einfach bei der Vermieterin oder dem Vermieter nachgefragt. Es wächst so einiges auf der Insel, was man zu Hause zwar auch sehen kann, doch bei einer Fahrt mit dem Auto gar nicht so schnell wahrnimmt. So ist es für die Betrachtung auch von Vorteil, dass  die Insel „per Pedes“ erkundet werden kann.

 

 

Bei den Früchten von Brombeeren, Hagebutten, Schlehen, Holunder, Haselnuss, Wildapfel und Sanddorn gibt es noch keine Bestimmungsschwierigkeiten, jedoch bei Eberesche/Vogelbeere, Weißdorn, Schneeball und Geißblatt fangen die ersten Fragezeichen an. Ganz explosionsartig hat sich die spätblühende Traubenkirsche vermehrt. Botaniker sehen dies nicht so gern, aber anscheinend mag dieser Baum den Inselsandboden, so wie auch die durchziehenden Vögel diese besonderen Kirschen. Gar mancher Hausbesitzer muss seine Regenrinnen gründlich von den Kernen säubern, und so sorgen unsere gefiederten Freunde unfreiwillig für die Verbreitung.

 

 

Nicht alle bis jetzt aufgeführten Früchte sind für den menschlichen Verzehr geeignet, erfreuen jedoch in jedem Fall die Augen und Sinne. Einige der Beerensorten werden von Einheimischen gesammelt und sorgen in den Wintermonaten für den Vitamin-C-Nachschub. Die restlichen Beeren verbleiben am Strauch. So sind sie Nahrung für die auf Baltrum rastenden Zugvögel und für die einheimischen Gefiederten.

 

 

Eine letzte Beere gab und gibt Rätsel auf, zwar wenig gesehen, doch der Faulbaum hat eine Besonderheit. Er  trägt Blüten, unreife und reife Beeren zu selben Zeit. Dieser Baum wächst ein wenig im Verborgenen, seine Früchte sind nicht für den Verzehr geeignet und so überlassen wir diese einfach den Wintergästen, warten auf das nächste Frühjahr, in dem sie uns dann wieder mit ihrem Gesang erfreuen.

 

Bärbel Nannen


 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Fotos: Bärbel Nannen
Quelle: Bärbel Nannen