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24.11.2020

Betriebsausschusssitzung


Ausgesprochen optimistisch für 2021 gaben sich die beiden Finanzfachmänner aus Ihlow, die bei der Betriebsausschusssitzung am Dienstagnachmittag auf Baltrum die Zahlen für den Eigenbetrieb Kurverwaltung vorstellten. Die Sitzung sollte aus Infektionsschutzgründen knapp und kurz gehalten werden, hieß es im Vorfeld von Bürgermeister und Betriebsleiter Harm Olchers, zudem würden die Zahlen noch einmal bei der kommenden Ratssitzung vorgestellt.

 

Ausschussvorsitzender Olaf Klün (CDU) hatte die Sitzung pünktlich um 15 Uhr im Kinderspielhaus eröffnet, um 15.25 Uhr war das Ganze erledigt, was auch daran lag, dass nichts zu beanstanden war und die Punkte einstimmig beschlossen wurden.

Kämmerer Harm Ubben, der schon öfters für Baltrum tätig war, hatte Verstärkung vom Landkreis Aurich mitgebracht: Dennis Pollmann stellte zunächst das Zahlenwerk zum Jahresabschluss 2019 des Eigenbetriebes Kurverwaltung vor. Im Wirtschaftsjahr 2019 gab es (noch) keine "außergewöhnlichen Ereignisse", der kalkulierte Bilanzverlust beträgt 265.000 Euro. Die Personalkosten würden steigen, die Umsatzerlöse stagnieren, fasste er zusammen. Vor allem im Bad ergebe sich ein erhebliches Defizit. Dem Konsolidierungsauftrag inklusive Verlustabbau stünden Investionen und der Instandhaltungsstau gegenüber, bilanzierte Pollmann. Wie zuvor der Verwaltungsrat beschloss der Betriebsausschuss zur Empfehlung für den Gemeinderat einstimmig den Jahresabschluss 2019 des Eigenbetriebes Kurverwaltung wie auch den Lagebericht. Der Jahresüberschuss von 77.661,44 Euro wurde zur Deckung der Jahresfehlbeträge aus den Vorjahren bestimmt, dem Kurdirektor und Betriebsleiter wurde Entlastung erteilt.

 

Für den Entwurf des Wirtschaftsplans 2021 des Eigenbetriebes Kurverwaltung gab Pollmann zunächst einen "Rückblick" auf 2020: Der Rückgang sei erheblich, konstatierte er, es sei mit einem Fehl von 366.000 Euro zu rechnen. Doch für 2021 zeichnete er ein sehr optimistisches Bild: Durch den erwarteten Corona-Impfstoff erhoffe man sich weniger Restriktionen, sodass die Saison pünktlich zu Ostern in Gang kommen würde. So würde ein moderater Anstieg im ordentlichen Ergebnis erwartet auf 2 Mio 353.000 Euro. Größte Einnahmequelle ist der Kurbeitrag, größtes "Problem", größter Posten die Personalaufwendungen.

Es werden 120 Strandkörbe angeschafft und ein Filter für das SindBad. Kreditaufnahme ist nicht geplant.

 

Auf die Frage, ob Kurzarbeit geplant sei, lautete die Antwort, dass zunächst Überstunden und Urlaubszeiten abgegolten würden. Es seien beispielsweise im SindBad auch noch Verschönerungsarbeiten zu erledigen. Das Wasser sei abgelassen – ob das Bad zu den Weihnachtsferien öffnen würde, würde erst kurzfristig entschieden (werden können), und ob es sich dann lohnen würde? Sieben Tage Vorlauf wären auf jeden Fall vonnöten.

 


 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Fotos: Hinrichs