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09.09.2021

Leserbrief zum Leserbrief


Ein Leserbrief von Andreas Dohle

zum Leserbrief von Edzard Meyer

 


Lieber Edzard,

 

ich muß gestehen, dass ich nach dem Lesen der ersten beiden Absätze Deines Leserbriefes nicht verstanden haben, um was es in Deinem offenen Brief an die Baltrumer Wähler ging oder gehen sollte, und was du mit Deinem Brief bezwecken wolltest.
Jawohl, Du hast zu Beginn Deines Schreibens vollkommen Recht, wenn Du ob der Politik-verdrossenheit anderorts, hervorhebst, dass es zur Kommunalwahl 2021 auf Baltrum neben der CDU noch drei andere Wählergemeinschaften gibt, die zu wählen sind und damit mit mehr oder weniger Erfolg von den Baltrumern angenommen werden.
Was Dich dann allerdings befähigt oder berechtigt im Folgenden die aufgeführten Kandidaten der Kommunalwahl 2021, vielleicht mit einem zwinkernden Auge (oder auch nicht) zu verunglimpfen, in die Pfanne zu hauen oder als Buten- Insulaner herablassend zu diskreditieren, erschließt sich mir NICHT!

 

Mir als Wähler ist es doch vollkommen gleichgültig, wer sich zur Wahl stellt, und sich für Baltrum einsetzen will. Für mich ist wichtig, dass ich eine Partei oder eine Gruppe wählen kann, mit deren Zielen ich mich identifizieren kann, und die damit für mich wählbar sind. Dabei sind alle zur Wahl stehenden Kandidatinnen und Kandidaten bereit Ihre (Frei-)Zeit für die Belange der Insel einzusetzen. Und dafür gehört Ihnen erstmal Respekt gezollt!


Was diese Baltrumer nicht brauchen, ist ein „Offener Brief“ eines ehemaligen Ratsvorsitzenden, der dann glaubt, teilweise noch ehemalige und auch zukünftige Ratskollegen verunglimpfen zu müssen. Du glaubst doch nicht wirklich beispielsweise, dass der „aufstrebende Jungunternehmer“ in den Rat gewählt werden will, um in Neßmersiel dann das Parkhaus zu bauen.
Oder einen Einzelbewerber als „letzten Mohikanner“ zu titulieren, hätten Dir aus eigener (Listen)- Erfahrung, andere Äusserungen besser zu Gesicht gestanden. (Wann hast Du eigentlich zuletzt mit dem Einzelbewerber gesprochen?)


Was du stattdessen mit Deinem Brief bezwecken willst, wird dann mit den wohlwollenden Aussagen über die Kandidatinnen der GfB deutlich. Dein „offener Brief“ ist nichts anderes als profane Wahlwerbung für Deine Mädels, Du Gründervater! Ich wundere mich hingegen darüber, dass Du glaubst, diese hätten diese Form von Hilfe nötig. (Allerdings frage ich mich auch, warum die Kandidatinnen sich von Deinem Schreiben nicht längst distanziert haben.)
Diese herablassende und diffamierende Wortwahl in Deinem Brief, haben die zur Wahl stehenden Kandidatinnen und Kandidaten sicher nicht verdient!

 

Edzard, ich bin davon überzeugt, dass Du diesen Brief besser nicht geschrieben hättest.


Dein
Andreas Dohle


 

 

 


Autor: Andreas Dohle
Foto: Dennis Jost