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31.12.2021

NPH: Jahresrückblick


Mit einem Gruß an die Mitglieder des Tidenhus - Freundinnen und Freunde des Gezeitenhauses Baltrum - haben sich das Nationalpark-Haus Baltrum und der Vorstand des Tidenhus e.V. von diesem Jahr verabschiedet.

 

Nationalpark-Haus-Leiterin Karen Kammer lässt Revue passieren:

 

Die erste Corona-Saison 2020 hatte dem Nationalpark-Haus 4.943 Teilnehmer:innen in 319 Veranstaltungen beschert, und es waren 17.406 Ausstellungsbesucher:innen anwesend. In der Saison 2021 stiegen die Zahlen durch die Lockerungen leicht an: Es waren 6.133 Teilnehmer:innen in 311 Veranstaltungen; 18.970 Besucher:innen kamen in die Ausstellung. 

 
Das Nationalpark-Haus-Team war wieder überaus kreativ: die Wartemarkierungen vor der Tür hatten in diesem Jahr z.B. die Gestalt von Walen, die Ampellösung hat sich bewährt.


Im zweiten, fast sechsmonatigen Lockdown im vergangenen Winter bis ins Frühjahr hinein hat sich Torsten Moschner durch das Haus gehandwerkelt. FÖJlerin Samira Mittring hat einen Instagram-Kanal aufgebaut, den ihre Nachfolgerin Jule Heyen seit dem Sommer weiter betreut – dort gibt es schon oft am frühen Morgen einen frischen Gruß direkt aus dem Wattenmeer vor Baltrum. Außerdem hat sich Samira intensiv mit dem Thema „Artenvielfalt – Schwerpunkt Insekten“ beschäftigt: Dabei entstanden ein Insektenhotel, ein Blumenkasten und eine kleine Blumenwiese am Nationalpark-Haus; erläuternder Text und Bestimmungskarten folgen. Desweiteren hat das Team die Inhalte für die Info-Tafeln für den „Wuppdi – Dünenerlebnis- & Bewegungspark“ ausgearbeitet.

 

Im Juni bekamen alle Nationalpark-Einrichtungen eine Multimedia-Station mit Fotos und Videosequenzen inklusive Vogelstimmen über einzelne, faszinierende Vogelarten im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

 

Während des Lockdowns war für zwei Monate eine Pastorin auf Studienzeit im NPH - die eigentliche Arbeit hat sie so kaum kennengelernt. Sie war dafür viel mit Dünen- und Vogelwart des NLWKN, Heinz Ideus, und Rangerin Anette Müller im Gelände unterwegs und konnte dort praktische Naturschutzarbeit im Nationalpark kennenlernen.

 

Was die Finanzen angeht: Das Land Niedersachsen hat in 2020 eine Billigkeitsleistung bezahlt, das wird für 2021 leider nicht der Fall sein. Dank vieler unerwarteter Spenden und Unterstützung hat das NPH aber auch diese Saison gut durchgestanden, unter anderem auch in Form von Keksen und Schokolade...

 

Leider fiel das Witzspektakel 2021 dem Lockdown zum Opfer. Dafür läuft der Verkauf der letztjährigen Cartoons „Auf See“ noch zugunsten des Nationalpark-Hauses.

Baltrum-Stammgästin Bärbel Landgrebe hat Wellenbilder und Wattenmeervögel in Acryl gemalt, die liegen im OG aus. Barbara Blomeier hat ihre Häkelnadel geschwungen und das Schlüsselanhängersortiment um Krabben und Seehunde ergänzt. Auch hier gehen die Verkaufserlöse an das NPH.

Nationalpark-Wartin und Inselfotogräfin Bärbel Nannen stellte zu den Zugvogeltagen Vogel-Fotos zur Verfügung für eine Rätsel-Rallye draußen, rund um das Nationalpark-Haus. 

 

De Fleitjes van Baltrum haben 500 Euro ans Nationalpark-Haus gespendet, des Weiteren werden die letzten Fleitjes-CDs gegen Spende für das Nationalpark-Haus abgegeben.

 

Eine unglaubliche Spende kam von Valentin, einem 13-jährigen Stammgast. Er joggte, radelte etc. im Lockdown und bekam für jeden Kilometer von seiner Verwandtschaft Geld; er gewann einen Wettbewerb – und sammelte alles zusammen für „sein“ Nationalpark-Haus. Stattliche 500 Euro kamen dabei zustande. 

 

Im Oktober gab es die 13. Zugvogeltage. Insgesamt wurden zwölf Veranstaltungen durchgeführt, an denen 293 Menschen teilnahmen. In diesem Jahr unterstützte Reno Lottmann, Kunstpädagoge & Ornithologe, einen Großteil der Veranstaltungen:

Beim Aviathlon wurden Vogelarten gezählt. Mit einer kleinen Andacht und musikalischer Umrahmung startete im Kino der Film „Atem des Meeres“ – die kompletten Einnahmen kamen dem Nationalpark-Haus zugute, Filmverleih und Kinobetreiber Ralf Plate verzichteten auf ihre Anteile. 
Bei der Wattolympiade konnten Kinder sich in Zugvogeldisziplinen beweisen; es gab eine Vogelexkursion für Anfänger:innen; die Wanderung in den Wilden Osten zeigte riesige Vogelschwärme; weitere Zugvogetagehighlights waren das Kaffeetrinken à la Gambia mit Vortrag über das Partnerland und anschließender Vogelexkursion - exklusiv begleitet von Graugans Helga, eine kleine Wattwanderung mit Blockflöten und natürlich „Alle Vögel sind schon da“ zu Ehren der Zugvögel,  ein abendlicher Vortrag zum Einfluss des Klimawandels auf Zugvögel, der Cartoon-Workshop zur bildhaft-witzigen Verarbeitung von Zugvögeln – Cartoonist und Veranstalter Denis Metz spendete die kompletten Einnahmen ans Nationalpark-Haus. Au0ßerdem wurde die Geschichte eines Zugvogels (Sanderling) in bewegten Bildern für Kinder erzählt, 
Tatort Watt – eine Wattwanderung mit Suche nach Vogelspuren: Speiballen, Trampelkuhlen, Kotwürstchen... und während der ganzen Woche die Zugvogelrallye rund ums Nationalpark-Haus.

 

Der Tidenhus e.V. spendete 2.000 Euro für den „Wuppdi – Dünenerlebnis- und Bewegungspark“, eine Kombination aus sportlicher Betätigung und spannenden Infos zum Thema „Dünen“ in Form eines Abenteuerspielplatzes für Leute von 0 bis 99 Jahren. Am 6.12. gab es – coronageschuldet und in gästearmer Zeit – eine kleine Einweihung; ein offizieller Einweihungsakt wird zur Saison 2022 nachgeholt.

Wie man jetzt zwischen den Jahren sieht, wird er bereits eifrig ausprobiert und genutzt, von Gästen wie von Einheimischen. Das ist ein wirkliches Highlight in 2021, auch, dass mit großer Beteiligung und enormer Unterstützung solch ein Projekt in relativ kurzer Zeit ohne große Schwierigkeiten umzusetzen war.

Das Nationalpark-Haus-Team und der Tidenhus e.V. bedanken sich für die große Unterstützung und hoffen auf eine gute neue Saison 2022, die hoffentlich viel Schönes bringt!

 

Auf Wiedersehen im Nationalpark-Haus auf Baltrum!

Und alles Gute für das neue Jahr!



Link -> Nationalpark-Haus Baltrum - Öffnungszeiten, Veranstaltungen u.m.

 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs, Vorsitzende Tidenhus e.V.
Foto: Sabine Hinrichs
Quelle: Karen Kammer, Nationalpark-Haus Baltrum